Meine Reise zum Space Coach #2 - Ich packe meinen Koffer…
Wenn wir eine Reise antreten, gibt es diesen Moment davor.
Der Koffer liegt offen vor uns und wir stellen uns die Frage: Was nehme ich eigentlich mit?
Genau so hat sich mein Start in das erste Modul meiner Ausbildung angefühlt.
Ich wusste, wohin ich möchte. Ich hatte ein Ziel vor Augen.
Und gleichzeitig wurde mir schnell klar: Diese Reise beginnt nicht im Außen, sondern bei mir.
Denn ohne zu wissen, wer ich bin, wofür ich stehe und was mir wirklich wichtig ist, macht jede Reise irgendwie wenig Sinn. Das erste Modul war intensiv – aber nicht laut. Eher still.
Für mich, die viel in Bewegung ist, viel organisiert und gestaltet, war es das erste Mal seit langem, dass ich mir bewusst Zeit genommen habe.
Nur für mich. Ein Innehalten. Ein Rauszoomen aus dem Alltag – und gleichzeitig ein ehrliches Reinzoomen.
Ein zentraler Teil davon war meine Wertearbeit. Und ich meine damit nicht nur, Werte aufzuschreiben, sondern sie wirklich zu verstehen.
Was bedeutet dieser Wert konkret für mich?
Wann spüre ich im Alltag, dass er gelebt wird?
Und vielleicht noch wichtiger: Wann merke ich, dass er nicht erfüllt ist?
Diese Fragen haben etwas verändert. Aus einem diffusen Gefühl von „irgendwas passt nicht“ wurde plötzlich Klarheit, Verständnis und Stärke.
Genau das ist mir in der Zusammenarbeit mit meinem Chef begegnet.
Es gab eine Phase mit viel Reibung, wenig Leichtigkeit. Und durch diese Arbeit konnte ich erkennen, woran es wirklich lag:
Ein oder zwei meiner zentralen Werte wurden in dieser Zusammenarbeit nicht gelebt. Nicht bewusst. Nicht absichtlich. Aber spürbar.
Und genau dieses Verstehen hat etwas in mir verschoben. Ich konnte es benennen.
Ich konnte es einordnen. Und ich konnte anders damit umgehen. Nicht von heute auf morgen. Aber Schritt für Schritt. Heute ist die Zusammenarbeit klarer, stabiler und vor allem bewusster.
Und vielleicht war genau das der Moment, in dem ich verstanden habe:
Was ich in meinen „inneren Koffer“ packe, macht den Unterschied. Nicht nur für diese Reise. Sondern für meinen Alltag.
Vielleicht ist genau das der erste Schritt auf jeder Reise: Nicht schneller zu werden. Nicht mehr zu tun. Sondern kurz stehenzubleiben.
Den eigenen Koffer bewusst zu packen. Und sich zu fragen. Was ist mir wirklich wichtig – und nehme ich das eigentlich mit?
🔹 BizHack
Im Business sprechen wir oft über Strukturen, Prozesse und Rollen.
Und verlieren dabei manchmal aus dem Blick, was darunter liegt: unsere Werte.
Gerade als Führungskraft ist es entscheidend, sich darüber klar zu sein:
- Wofür stehe ich?
- Wie möchte ich wahrgenommen werden?
- Was ist für mich nicht verhandelbar?
Diese Klarheit zeigt sich in Entscheidungen, in Gesprächen und in der Art, wie du führst. Und sie hilft im Miteinander. Wenn etwas nicht rund läuft, frag dich: Welcher Wert ist hier gerade nicht erfüllt? Oft liegt genau dort der Kern.
🔹 LifeHack
Deine Werte zu kennen, ist nicht nur ein Business-Thema.
Sie begleiten dich überall.
In Freundschaften.
In deiner Partnerschaft.
Im Familienalltag.
Und manchmal erklären sie Dinge, die sich vorher einfach nur „komisch“ angefühlt haben. Wenn Vertrauen ein zentraler Wert für dich ist, trifft dich eine kleine Lüge vielleicht stärker, als es auf den ersten Blick logisch erscheint.
Nicht, weil du überreagierst, sondern weil etwas Wichtiges in dir berührt wird. Dieses Verstehen verändert den Umgang – mit dir selbst und mit anderen.
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