Meine Reise zum Space Coach #3 – Wenn du dich selbst nicht hörst
Es gibt Phasen, da laufen wir einfach.
Termin für Termin. Aufgabe für Aufgabe. Meeting für Meeting.
Und manchmal merken wir erst viel später, dass wir dabei zwar funktionieren, aber uns selbst kaum noch hören. Nicht mehr wahrnehmen.
Und genau das ist mir passiert.
Gerade im Job war ich lange im Execution-Modus. Fokus auf Themen voranbringen, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen. Vor allem aber auch mit Hinblick auf mein Team. Auf dessen Entwicklung. Auf Begleitung jedes Einzelnen. Auf das, was gebraucht wird.
Und das war auch richtig so.
Nur irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich selbst dabei ein Stück nach hinten gestellt habe. Meine eigene Entwicklung. Meine eigene Erfüllung. Die Frage, was mir eigentlich wirklich guttut. Was mir Energie zurückgibt.
Das Spannende dabei ist ja: Oft passiert das nicht bewusst. Es ist kein großer Knall. Kein dramatischer Moment, in dem man das realisiert. Man entfernt sich eher schleichend ein bisschen von sich selbst.
Und gleichzeitig hatte ich privat schon begonnen, genauer hinzuschauen. Bewusster zu entscheiden, was ich wann mache. Pausen anders einzuplanen. Mehr Ruhe zuzulassen, statt meine gefühlt endlose Energie aufzubrauchen.
Mit einen tieferen Blick auf meinen Alltag, den eingebauten kleinen Ritualen und einer regelmässigen Reflektion wurde mir klar: Mein System braucht nicht noch mehr Tempo. Sondern mehr Balance.
Mehr Ruhe. Mehr Regeneration. Mehr bewusstes Wahrnehmen.
Und genau in dieser Phase bekam auch meine Coaching-Ausbildung plötzlich eine ganz andere Bedeutung und half mir noch genauer hinzuschauen.
Am Anfang dachte ich vor allem: Ich lerne Methoden. Werkzeuge. Coaching-Techniken. Aber relativ schnell wurde mir klar, dass diese Reise viel früher beginnt.
Nicht beim Coachen anderer. Sondern bei mir selbst.
Denn wie willst du Menschen begleiten, wenn du dich selbst kaum noch wahrnimmst?
Wie willst du Klarheit geben, wenn du selber ständig im Funktionieren bist?
Gerade die ersten beiden Module waren deshalb weniger „Ausbildung“ im klassischen Sinne. Sondern ein bewusster Schritt zurück zu mir selbst.
Zu reflektieren. Zu spüren. Mich selbst wieder bewusster wahrzunehmen.
Und ich sehe und glaube, genau das vergessen wir oft im Alltag. Dass Klarheit selten mitten im Lärm entsteht. Sondern eher dann, wenn wir uns bewusst rausnehmen. Wenn es ruhiger wird. Wenn wir anfangen, uns selbst wieder zuzuhören.
Nicht perfekt. Nicht jeden Tag. Aber immer wieder.
Und vielleicht war genau das meine wichtigste Erkenntnis bisher: Dass persönliche Entwicklung nicht immer bedeutet, mehr zu werden.
Sondern manchmal erstmal wieder bei sich anzukommen, innezuhalten und sich neu auszurichten.
Vielleicht ist Selbstreflexion gar nicht dieses „große Sich-selbst-Analysieren“.
Vielleicht beginnt sie viel weniger imposant. In dem Moment, in dem wir ehrlich merken: So wie gerade, fühlt es sich für mich nicht mehr stimmig an.
Und vielleicht braucht es dann nicht sofort eine Lösung.
Sondern erstmal nur Raum. Ruhe. Und die Bereitschaft, wieder in sich hineinzuhören.
🔹 BizHack
Gerade als Führungskraft passiert es schnell, dass wir uns stark am Außen orientieren:
- am Team
- an Erwartungen
- an Verantwortung
- an Ergebnissen
Und dabei verlieren wir manchmal den Blick auf uns selbst.
Das Problem daran: Wer sich selbst nicht mehr wahrnimmt, führt irgendwann nur noch reaktiv. Deshalb ist Selbstreflexion keine „weiche Fähigkeit“, sondern ein echter Leadership-Skill.
Klarheit entsteht nicht im Voraus laufen, sondern in dem Moment, in dem wir bewusst einen Schritt zurücktreten, verarbeiten und uns ausrichten.
🔹 LifeHack
Unser System sendet oft viel früher Signale, als wir denken. Erschöpfung. Innere Unruhe. Genervtheit. Das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Deshalb helfen manchmal kleine Dinge mehr als große Veränderungen:
- bewusste Pausen
- ein Spaziergang
- Ruhe
- Schreiben
- ein ehrliches Gespräch
- oder einfach mal nichts tun
Nicht als Luxus. Sondern als bewusste Regulation.
Klarheit braucht Raum.
Wann hast du dir das letzte Mal Raum für dich gegeben?
Wenn du Lust hast, mich auf meiner Reise zu begleiten, dann bleib hier, folge mir und lass auch gern ein Kommentar da.
Und wenn dich das Thema Space Coach neugierig macht, schaue direkt vorbei.