Meine Reise zum Space Coach #4 – Wie voll ist deine Batterie eigentlich gerade?

Teilen
Meine Reise zum Space Coach #4 – Wie voll ist deine Batterie eigentlich gerade?

Nach den ersten Modulen meiner Coaching-Ausbildung wurde mir immer klarer:

Selbstreflexion ist kein einmaliger Moment.

Es reicht nicht, sich einmal Gedanken über Werte, Ziele oder Wünsche zu machen und dann wieder in den Alltag zurückzukehren. Vielmehr ist es ein regelmäßiges Einchecken bei sich selbst.

Denn nur wenn ich wahrnehme, wie es mir geht, kann ich bewusst entscheiden, was ich brauche. Und nur wenn ich mich selbst führen kann, kann ich auch andere begleiten und führen.

Eigentlich klingt das logisch. Und trotzdem überspringen wir diesen Schritt oft.

Wir versuchen bessere Führungskräfte, bessere Eltern, bessere Partner oder bessere Coaches zu werden, ohne uns vorher zu fragen:

Wie geht es mir eigentlich gerade? Was gibt mir Energie? Und was zieht sie mir?

Genau hier bin ich während meiner Ausbildung immer wieder gelandet. Nicht bei den Methoden. Nicht bei den Modellen. Sondern bei mir selbst.

Und irgendwann begann ich, meine persönliche Batterie genauer zu beobachten. Ich schrieb auf, welche Aufgaben, Aktivitäten und Begegnungen mir Energie geben. Und welche sie mir nehmen.

Was mich überraschte: Die Antwort lag nicht in der Menge der Arbeit, sondern in der Art der Arbeit. Schon immer haben mir Gespräche Energie gegeben, in denen Menschen wachsen. Wenn jemand eine neue Perspektive entdeckt. Wenn plötzlich ein Licht aufgeht und die Erleichterung förmlich den Körper entspannt. Wenn aus Unsicherheit Klarheit wird. Oder wenn ich Hilfe zur Selbsthilfe leisten kann.

Genau deshalb geben mir Coaching, Mentoring und die Entwicklung von Menschen bis heute unglaublich viel Energie.

Auf der anderen Seite gab es Dinge, die mich regelmäßig auslaugen. Endlose Diskussionen ohne Ergebnis. Meetings mit viel Gerede und wenig Wirkung. Menschen, die vor allem erklären, warum etwas nicht funktioniert. Oder Gespräche, die lange an der Oberfläche bleiben, obwohl man spürt, dass eigentlich etwas anderes dahinterliegt.

Und auch privat habe ich erkannt: Nicht das Tempo raubt mir Energie. Sondern eher das Gefühl, stehenzubleiben. Nicht voran zu kommen. Oder nicht wirklich bei dem anzukommen, was mir wichtig ist.

Je bewusster ich meine Batterie beobachtet habe, desto klarer wurde mein Blick. Nicht nur auf meinen Alltag. Sondern auch auf mich selbst.


Vielleicht ist die spannendste Frage gar nicht: Wie gestresst bin ich gerade? Sondern: Was lädt meine Batterie auf? Und was entlädt sie regelmäßig?

Denn oft kennen wir die Antwort längst. Wir nehmen uns nur zu selten die Zeit, hinzuhören.


🔹 BizHack

Eine der hilfreichsten Reflexionsübungen, die ich auch in Mentoring-Gesprächen nutze:

Nimm dir ein-zwei Wochen Zeit und beobachte bewusst:

🔋 Was gibt mir Energie? 🔋 Was zieht mir Energie?

Das können Aufgaben sein. Meetings. Themen. Aber auch bestimmte Arten der Zusammenarbeit. Wichtig dabei ist, nicht nur die Tätigkeit zu betrachten, sondern auch das Gefühl dahinter.

Anschließend lohnt sich die Frage: Ist das temporär oder steckt etwas Dauerhaftes dahinter?

Sobald du diese Antworten hast, lassen sich oft konkrete Maßnahmen ableiten:

  • Rolle anpassen
  • Verantwortlichkeiten schärfen
  • Erwartungen klären
  • Stärken stärker nutzen

Manchmal braucht es keine große Veränderung, sondern nur mehr Bewusstsein und folglich ein aktiveres Steuern.


🔹 LifeHack

Die gleiche Übung funktioniert auch außerhalb der Arbeit sehr gut. Es lohnt sich genauer hinzuschauen - Freundschaften, Familie, Sport, Wochenrhythmus, Freizeit, Natur.

Auch hier gibt es Dinge, die Energie schenken und Dinge, die Energie kosten.

Manche Freundschaften entwickeln sich weiter. Andere vielleicht nicht. Manche Aktivitäten tun uns heute gut. Andere haben irgendwann ihre Wirkung verloren. Das darf so sein!

Auch ich habe für mich kleine Energielieferanten entdeckt und aktiv in meinen Alltag integriert bzw. optimiert.

  • ein Spaziergang nach dem Mittagessen als bewusster reset für den Nachmittag
  • Sport als Ausgleich und Regeneration
  • Zeit in der Natur & Spaziergang zum Gedankensortieren (denn in Emotion steckt das Wort Motio (Bewegung)
  • ein gutes Gespräch, um aus der eigenen "bubble" zu kommen (Neugier)
  • ein Buch für die Fantasie und Anregungen
  • bewusste Pausen, weil sie mein Nervensystem regulieren und ich so leistungsfähig bleibe

Sie sind nicht, sondern sie bringen mich wieder näher zu mir.


Wenn du Lust hast, mich auf meiner Reise zu begleiten, dann bleib hier, folge mir und lass auch gern ein Kommentar da.

Und wenn dich das Thema Space Coach neugierig macht, schaue direkt vorbei.

Alles über Space Coaching